Die Bewässerung von Sportrasen

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Die Bewässerung von Sportrasen

Eine gute Sportrasenpflege basiert im Wesentlichen auf drei Standbeinen. Dies ist zum einen die mechanische Bearbeitung wie Mähen, Vertikutieren und ganz wichtig; die Bodenbelüftung. Zum zweiten ist es die richtige und ausgewogene Pflanzenernährung. Das dritte Standbein stellt die Bewässerung dar. Welche Kriterien hierbei beachtet werden sollten und wie eine richtige Bewässerung funktioniert soll im folgenden Artikel dargestellt werden. Zunächst gilt es, den zusätzlichen Wasserbedarf des jeweiligen Standortes zu ermitteln. Hierzu können Niederschlagskarten des Bundesgebietes herangezogen werden.

Um einen Sportplatz mit 7500 m² Spielfläche im Rhein-Main-Gebiet zu bewässern, würde somit eine Beregnungsmenge von ca. 750 m³ Wasser pro Jahr benötigt. Eine ganz entscheidende Rolle kommt der Intensität der Bewässerung zu. Denn sie hat direkten Einfluss auf die Bewurzelung und damit auf die Nährstoffversorgung und Vitalität der Gräser sowie auf die Scherfestigkeit der Narbe. Einer der häufigsten Fehler ist die tägliche Beregnung mit geringen Wassermengen.

Oft ist noch nicht einmal bekannt, wie viel Wasser verwendet wird. Hier spielt der Durchlauf durch Rohre und Schläuche in Verbindung mit etwaigen Pumpen die entscheidende Rolle. Der Durchlauf sollte ca. 5 l/h betragen. So kann das Wasser gut versickern und läuft nicht an der Oberfläche ab.

Die Wassermenge pro m² sollte min. 15 l betragen. So wird gewährleistet, dass die Wurzelzone der Gräser durchfeuchtet wird und die Wurzeln nach unten wachsen. Dabei reicht es aus nur ein bis zwei mal die Woche zu bewässern. Wird täglich eine geringe Wassermenge beregnet, durchdringt das Wasser oft kaum mehr als die Filzschicht. In diesem Fall findet daher eine Bewurzelung auch nur in den oberen 2-3 cm statt. Die Folge ist, dass der Rasen seine Scherfestigkeit verliert und während eines Spiels oder Trainings große Teile des Rasens einfach herausgerissen werden.

Beregnungstechniken

Für die Bewässerung eines Sportrasens kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz.

  1. Regnerwagen, die sich selbstständig während des Beregnungsvorgangs bewegen.
  2. Stationäre Regner, die von Hand gestellt werden müssen.
  3. Beregnungsanlagen deren Regner fest installiert sind und im Boden versenkt werden.

Fazit

Die Bewässerung ist ein zentraler Punkt in der Rasenpflege, weil durch sie die Wurzelbildung der Gräser zum Positiven, aber auch zum Negativen hin gesteuert werden kann. Dies spielt eine ganz entscheidende Rolle für die Vitalität und Stabilität des Rasens.