Kälteauswirkungen bei Frühjahrsblühern

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Kälteauswirkungen bei Frühjahrsblühern

Im Februar 2021 wurde Mitteleuropa durch einen sehr heftigen Wintereinbruch überrascht. Die Temperaturen fielen mancherorts über mehrere Nächte auf unter -20 °C. In einigen Produktionsbetrieben für Frühjahrsblüher verursachte die Kälte neue Probleme:

1. Frostschäden allgemein:
Kulturen wie Violen werden oftmals in einfachen Folientunneln auf dem Boden kultiviert. Bei dieser Produktionsmethode können im Falle eines Kälteeinfalls wie im Frühjahr 2021 Pflanzen am Rand des Tunnels einfrieren. Die gefrorenen Wurzeln haben zur Folge, dass die Pflanzen während ihres Assimilationsprozesses bei hoher Sonneneinstrahlung nicht mit dem dazu notwendigen Wasser versorgt werden. Die Folge: Trockenschäden. Die einfachste Möglichkeit, solche Schäden zu vermeiden oder einzudämmen, ist, die Kulturen mit Vlies abzudecken. Pflanzen in der Natur nutzen Laub, um sich vor Frost abzuschirmen und die Wärmeabstrahlung zu verringern.


2. Abnahme der Wurzelmasse:
Vielfach ist eine Abnahme der Wurzelmasse bei frostfrei gehaltenen Kulturen zu beobachten. Das ist zunächst nicht weiter schlimm und völlig natürlich. Da durch die niedrigen Temperaturen die Photosynthese aber reduziert ist, können auch weniger Wurzeln versorgt werden. Die Pflanzen versetzen ihren Organismus in eine Art Sparmodus. Sobald die Temperaturen im Wurzelbereich ansteigen, startet das Wurzelwachstum neu. Ab 12 °C ist in der Regel ein intensives Wurzelwachstum wieder zu beobachten.


3. Schwaches Wachstum:
Solange die Töpfe sehr kalt sind, ist oberirdisch ebenfalls ein schwaches Pflanzenwachstum zu verzeichnen. Neue Blüten und Blätter bleiben klein. Hier lohnt es sich mit einem Bodenthermometer die Topf- bzw. Substrattemperatur zu messen. Nur so kann die fehlende Wärme als Ursache für die Wachstumsdepression erkannt werden.


4. Blattfarbe:
Bei sehr niedrigen Temperaturen wird die Photosynthese stark reduziert, sodass die Laubfarbe abnimmt. Die Pflanzen wirken fahl (inaktiv). Sobald die Witterung es zulässt, stimuliert eine Blattdüngung mit Peters Professional Foliar Feed 27-15-12+ Spuren das Wachstum der gesamten Pflanze und sorgt für eine schöne Laubfarbe.

 

Nährstoffaufnahme bei niedrigen Temperaturen

Ab welcher Temperatur die Stoffwechselaktivität von Pflanzen zunimmt, ist umstritten. Vom deutschen Forscher Horst Marschner wissen wir, dass ab einer Bodentemperatur von ca. 5 °C Wurzelatmung und Stoffwechselaktivität der Pflanzen zunehmen. Phosphor ist eines der Nährelemente, das bei niedrigen Wurzeltemperaturen schlecht aufgenommen wird.


Durch gezielte Gaben Peters Professional Plant Starter 10-52-10+Spuren erreicht man eine hohe Phosphorkonzentration in der Bodenlösung. Hierdurch kann trotz ungenügender Bodentemperatur eine ausreichend hohe Phosphorversorgung gewährleistet werden. Dies steigert das Wurzelwachstum, gibt der Pflanze neue Energie und sorgt für einen guten Start in das Frühjahr.