Kalium im Fokus

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Kalium im Fokus

Gesunde Pflanzen mit Kalium

Eine gute Kaliumversorgung - von Anfang an - sorgt, wenn alle anderen Nährstoffe ausreichend vorhanden sind, nicht nur für optimale Wachstumsbedingungen, sondern auch für gesunde Pflanzen. Eine hohe Kalium-Ionen-Konzentration im Pflanzensaft und in den Zellwänden bietet z. B. Pilzkrankheiten weniger Angriffsfläche.

Mangelerscheinungen werden, aufgrund der hohen Beweglichkeit von Kalium, meist zuerst an älteren Blättern festgestellt. Typisch ist die beginnende Gelbfärbung mit anschließender Nekrotisierung der Blattränder von Laubgehölzen. Das Erscheinungsbild wird auch als Welketracht bezeichnet.

Der pH-Wert ist entscheidend für eine gute Kaliaufnahme

Bei niedrigen pH-Werten unter 4,5 sinkt die Fähigkeit der Pflanze, Kalium aufzunehmen stark ab. Deshalb können bei niedrigen pH-Werten, trotz guter Kaliumversorgung des Bodens, Mangelsymptome auftreten. Achten Sie daher im Verlauf der Kultur auf die Veränderung der pH-Werte.

Die Funktion von Kalium in der Pflanze

  • Wichtig für die Eiweißsynthese und die Photosynthese
  • Reguliert den Wasserhaushalt
  • Steigert die Krankheitsresistenz
  • Erhöht die Frostresistenz

Kalium-Mangelsymptome

  • Blattrandnekrosen an älteren Blättern
  • Wuchsreduktion
  • Pflanzenwelke bei Trockenstress

Kalium-Überschusssymptome

  • Eher selten
  • Am ehesten Salzschäden bei extrem hohen Konzentrationen

Leichter Trend zur kalibetonten Ernährung

In den letzten Jahren zeigt sich im Bereich Baumschule, Azerca, aber auch im Zierpflanzenund Gemüsebau ein leichter, jedoch stetiger Trend, die Kulturen stärker mit Kalium zu versorgen als in der Vergangenheit. Bei Stauden ist eine kalibetonte Düngung heute bereits Standard. Gartencenter bevorzugen zunehmend gut ernährte, kräftige Pflanzen mit kompaktem Habitus. Da nicht alle Baumschulgehölze auf Wachstumsregulatoren reagieren, der Markt aber kompakte Pflanzen verlangt, wird das N:K-Verhältnis dazu genutzt, das Wachstum zu steuern. Zum Beispiel werden heute Sträucher oftmals nicht mehr nur nach Längenmaß geordert, sondern nach Aussehen, Anzahl der Triebe, Form und weiterer für die Vermarktung wichtiger Kriterien (teilweise auch blühend).

Mehr kalibetonte Dünger im Sortiment

Die kalibetonten Osmocote Exact High K-Typen, die in vier verschiedenen Laufzeiten erhältlich sind, werden daher in den verschiedenen Sparten des Gartenbaus immer stärker eingesetzt. Im Vergleich dazu liegt der Anteil kalibetonter Formulierungen bei den ICL Nährsalzen bereits bei über 70 %. Bei starkem Kaliummangel empfiehlt ICL mit ein bis zwei Gaben Peters Professional 6-18-36 mit 2 g/l gegenzusteuern.

Der Einsatzzeitpunkt bei der Kalidüngung ist entscheidend für die Frosthärte

Entscheidend für einen guten Effekt ist die rechtzeitige Umstellung der N:K-Verhältnisse. September und Oktober sind für die sogenannte "Abschlussdüngung" mit Kalium definitiv zu spät. Hier wurden in der Vergangenheit die entscheidenden Fehler gemacht. Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt zur Umstellung auf eine höhere Kaliversorgung zu finden. Nur dann wird das Kali auch dort eingelagert wo es benötigt wird - und zwar in den Zellen. Oft sind Bedenken zu hören, dass Pflanzen bei einer kalibetonteren Düngung abschließen und nicht mehr weiter wachsen. Dies ist aus unserer Erfahrung nicht der Fall. Zwar verlangsamt sich das Wachstum ein wenig (witterungsbedingt mehr oder weniger), es hört aber nicht auf. Internodien können etwas kürzer ausfallen, was jedoch bei einigen Kulturen auch gewünscht wird. Wichtig ist aber sicherlich auch, die Düngekonzentration bzw. die Stickstoffversorgung zu reduzieren, um Frostchäden im Winter entgegenzuwirken.

Als gute Faustregel gilt: Wenn der Trieb ¾ seiner Länge erreicht hat, ist der richtige Zeitpunkt für die Umstellung auf eine kaliumbetonte Düngung. Auch mit der reduzierten Stickstoffdüngung werden die Pflanzen die gewünschte Pflanzengröße erreichen.

Viele Kulturen werden von Anfang an kalibetont gedüngt

Kulturen wie z. B. Hydrangea paniculata werden gerne mit Osmocote Exact High K kultiviert um kompaktere Pflanzen zu erzielen. Für stabiliere Triebe und eine bessere Resistenz gegen Pilzkrankheiten wird bei Rosen ein N:K-Verhältnis von 1:1 bis 1:1,3 angestrebt.

Mehr Kalium und weniger Stickstoff für stabilere Jungpflanzen

Jungpflanzen sollten ca. 6 bis 8 Wochen vor dem Umtopfen angedüngt werden, um das Wachstum anzukurbeln und bessere Anwachsergebnisse zu erzielen. Hier empfiehlt ICL ein ausgeglichenes Nährsalz wie z.B. Universol Blau (18-11-18) statt N-betonte Dünger. Ein N:K-Verhältnis von 1:1 beugt Botrytis vor und sorgt in diesem Fall für stabilere Jungpflanzen.