Magnesium in Topf- und Containerkulturen

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Magnesium in Topf- und Containerkulturen

Magnesium ist ein essentieller Nährstoff und gilt als wichtiger Bestandteil vom Chlorophyll. Ohne Magnesium ist keine Photosynthese möglich.

1,9 % der Erdkruste besteht aus Magnesium.

Magnesium ist neben Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium und Schwefel eines der sechs Hauptnährelemente, auch Makronährstoffe genannt. Als eins der zehn häufigsten chemischen Elemente kommt Magnesium in der Natur nie in Elementarform vor, sondern in Form von Carbonaten, Sulfaten, Silicaten oder Chloriden. Die wichtigsten wasserlöslichen Magnesium-Dünger sind zum Beispiel Magnesiumsulfat bzw. Bittersalz (Mag-S), Magnesiumnitrat und Magnesiumphosphat (MagPhos).

Magnesium kann als Mg2+Ion sowohl über die Wurzeln als über das Blatt aufgenommen werden. Magnesium wird in der Pflanze ähnlich wie Kalzium fast ausschließlich akropetal, also aufsteigend in der Pflanze transportiert. Magnesium ist in der Pflanze sehr gut beweglich und wird deshalb bei Bedarf aus den älteren in die jüngeren Blätter transportiert, daher treten Mangelsymptome immer zuerst an den älteren Blättern auf. Bittersalzspritzungen bei Magnesiummangel sind eine durchaus sinnvolle und effiziente Methode rasch beginnende Mangelsymptome zu beseitigen. Im Schnittblumenanbau, zum Beispiel bei Schnittrosen, haben sich regelmäßige Blattspritzungen mit Bittersalz (1 g/l) für Verstärkung der Cuticula zur Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten bewährt.

Funktion vom Magnesium in der Pflanze

  • Wichtiger Bestandteil vom Chlorophyll
  • Kohlenhydrat- und Eiweißaufbau
  • Zahlreiche enzymatische Funktionen

Magnesium-Mangelsymptome

Da Magnesium in der Pflanze sehr gut akropetal beweglich ist, wird es im Bedarfsfall von älteren zu jüngeren Blättern verlagert. Daher sind Magnesium-Mangelsymptome immer zuerst an älteren Blättern sichtbar. Eine häufige Ursache für Magnesiummangel ist ein zu niedriger pH-Werte im Substrat.

  • Interkostal Aufhellungen bis zu Nekrosen im weiteren Verlauf bei zweikeimblättrigen Pflanzen
  • Streifenchlorose bei einkeimblättrige Pflanzen
  • Welkeerscheinungen
  • Enzyme

  

Magnesium-Überschusssymptome

Keine Überschusssymptome bekannt jedoch Antagonismus mit Kalium und Kalzium möglich.

Nährstoff-Synergismen und -Antagonismen in der Praxis

Im Bereich Synergismen ist zu erwähnen, dass eine gute Magnesiumversorgung auch für eine gute Phosphoraufnahme sorgt. Häufiger zeigen sich in der Praxis jedoch antagonistische Effekte bei zu hohen Kaliumgehalt die im Substrat auftreten können. In solchen Fälle kann es zu einer induzierten Magnesiumchlorose kommen. (Abb. unten) Hohe Ammonium-Gaben können die Magnesiumaufnahme deutlich stärker hemmen als hohe Kaliumgehalte.

Mg:K-Verhältnis ist entscheidend für gutes Wachstum

Hier hilft nicht „Viel ist viel“. Das optimale Mg:K-Verhältnis sollte bei 1:2 bis maximal 1:3 liegen. Bei zu hohem Kaligehalt können einige Kulturen mit einer induzierten Magnesiumchlorose reagieren, obwohl die Magnesiumgehalte sich im Optimum befinden.

Empfohlene Richtwerte für Magnesium in Torfkultursubstraten