Schneeschimmel

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Schneeschimmel

Microdochium nivale (Syn. Fusarium nivalis)

Bei dem Namen Schneeschimmel liegt der Gedanke nahe, dass Schnee oder Frost vorhanden sein muss, wenn es zu einer Infektion kommt. Schneeschimmel ist jedoch keine echte Winterkrankheit und ist nicht an Schneevorkommen gebunden. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und kühler Witterung (Temperaturoptimum 0-10 °C) kann die Infektion fast ganzjährig
erfolgen. Temperaturen von weniger als 0 °C und mehr als 20 °C stoppen die Ausbreitung.

Schadbild

  • Graue bis braune, fast orange schmierige nassfaule Flecken
  • Anfangs 5 cm, später 25 cm große Flecken, die ineinander verlaufen können
  • Brauner Rand mit oft sichtbarem grau- rosafarbigem Myzel
  • Bei Abdeckung mit Schnee auf ungefrorenem Boden können großflächig verklebte Flecken entstehen. Wird dabei die Stängelbasis befallen, kann der Rasen absterben.
  • Aus der Mitte der Flecken heraus regeneriert sich das befallene Gras wieder

Befallsfördernde Faktoren

  • Hohe Luftfeuchtigkeit
  • Schlecht abtrocknende Böden – Staunässe
  • pH-Werte größer 7,0
  • Abdeckung mit Laub, Schnittgut oder Schnee sind befallsfördernd
  • Einseitig hohe Stickstoffgaben und Kali-Mangel im Herbst
  • Kühle feuchte Witterung (0-10°C) mit wechselnden Temperaturen im Winterhalbjahr ab September
  • Rasenfilz
  • Agrostis-, Poa- und Loliumbestände sind besonders anfällig

Vorbeugende und befallsmindernde Maßnahmen

  • Striegeln zur Verringerung der Filzbildung
  • Bei starkem Schneeaufkommen evtl. räumen und auf keinen Fall die befallenen Stellen betreten
  • Kalkgaben im Herbst vermeiden
  • Reduzierung des Rasenfilzes
  • Arten- und Sortenwahl beachten; Poa annua-Anteil reduzieren
  • Keine zu hohe Stickstoffgabe im Herbst
  • Kali und Magnesium betonte Herbstdüngung
  • Zugelassene Fungizide einsetzen
  • Trockenhalten der Rasennarbe und Blattoberfläche; Einsatz von AntiTau-Mitteln und penetrierenden Wetting Agent.
  • Die Gräser durch den Einsatz von Primo Maxx (Wachstumsregulator) stärken