Schwefelmangel

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Schwefelmangel

Umweltauflagen haben in den letzten 20 Jahren dazu geführt, dass sich die Schwefeldeposition in Europa um rund 90 Prozent verringert hat. Als Folge davon steht für das Gräserwachstum auf Sport- und Golfplätzen weniger Schwefel zur Verfügung. In den Niederlanden wurde bereits von Mangelerscheinungen berichtet. Neben Stickstoff, Phosphat, Kali, Magnesium und Kalzium ist Schwefel der am wenigsten bekannte Hauptnährstoff von Pflanzen. Weil die Schwefelversorgung über die Umwelt eingeschränkt ist, muss der Schwefel in Form von Düngern zugeführt werden.

ICL hat auf diese Entwicklung reagiert. Viele Dünger von ICL sind mit Schwefel umhüllt. Die Umhüllung ist biologisch abbaubar. Der freigesetzte Schwefel ist für die Gräser ein vollwertiger Dünger. Bei jährlicher Anwendung der umhüllten Dünger von ICL sind auf Jahresbasis durchschnittlich 40 kg/ha Schwefel verfügbar. Der jährliche Schwefelbedarf von Gräsern beläuft sich bei leichten Böden auf 30-50 kg/ha.

Funktionen des Schwefels in der Pflanze

  • Bestandteil wichtiger S-haltiger Verbindungen wie z.B. von Aminosäuren und Proteinen.
  • Schwefel besitzt eine allgemeine Ionenwirkung. Freie SO4-Ionen sind an der Regulierung des Quellungszustandes des Plasmas und am Aufbau des osmotischen Drucks im Zellsaft beteiligt.
  • Schwefel ist über viele Verbindungen am Atmungsstoffwechsel, an der Nitratreduktion, am Chlorophyllaufbau, am Plasma-Aufbau und am N-Stoffwechsel beteiligt.

Aufnahme von Schwefel

Zwischen 70-80 % der Schwefel-Gesamtaufnahmemenge wird als Sulfat-Anion (SO4 -SO2) über die Wurzel aufgenommen. Hierbei spielen Antagonisten und Synergisten keine Rolle. Auch der pH-Wert ist bei der Aufnahme von Schwefel unerheblich. 20-30 % des Schwefels werden als SO2-Gas über die Blätter (Stomata) aufgenommen.