Sichere Produkte zur Nachdüngung

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Hohe Temperaturen
Sichere Produkte zur Nachdüngung

In den letzten Jahren wurden in Deutschland die Sommer immer wärmer. 2018 gilt laut dem Deutschen Wetterdienst als das bisher wärmste und 2019 als das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch im letzten Jahr gab es Phasen mit sehr hohen Tagestemperaturen in Regionen, die ansonsten eher moderate Sommertemperaturen aufweisen. Beispiele hierfür sind Schleswig-Holstein oder das Ammerland, wo sich viele Containerbaumschulen befinden.
Die weitverbreitete Kulturmaßnahme des Nachlegens mit kompaktierten oder teilumhüllten Düngern in den Sommermonaten gerät in Hitzephasen zu einem risikoreichen Unterfangen. Bereits ab Temperaturen von 28 °C kann jede Nachdüngung mit nicht oder nur teilumhüllten Produkten zu Pflanzenschäden führen.

Ausgasungen:
Besonders in der Landwirtschaft ist das Phänomen der Ausgasung von Ammoniak (NH3-) bekannt. Ammoniak – ein Atemgift – weist einen stechenden Geruch auf und ist ein indirektes Treibhausgas. Ammoniak kann leicht zu Lachgas umgewandelt werden und ist 300 x klimaschädlicher als CO2. Bei Pflanzen führt es zu Verbrennungen, Blatt- und Triebschäden oder bei Nadelgehölzen zu Entfärbungen. Nahezu alle Dünger, die Harnstoff oder Ammonium enthalten, können theoretisch ausgasen. Gerade bei den langkettigen Harnstoffen (sogenannte Kompaktate) ist besondere Vorsicht geboten.
Ein punktgedüngtes Auflegen auf den Topf kann unter hoher Einstrahlung und Hitze sehr schnell Ausgasungen erzeugen. Ein gründliches Nachregnen nach der Applikation kann das Risiko reduzieren, aber nicht völlig verhindern.

Was tun in Hitzephasen?
Bei kurzen Hitzeperioden ist es empfehlenswert, mit der Nachdüngung ein paar Tage zu warten, bis die Temperaturen wieder absinken. Zur Überbrückung können in dieser Zeit beispielsweise Flüssigdünger Gaben verabreicht werden. Relativ sicher sind Nachdüngungsprodukte wie OsmoTop 2–3 M und Osmocote Topdress 4–5 M aufgrund ihres hohen Umhüllungsanteils.
Bei diesen Produkten sollten dennoch moderate Dosierungen gewählt werden (Osmotop max. 1 g/l und Osmocote Topdress mit 2 g/l). Bei vollumhüllten Produkten wie Osmocote Exact oder Osmocote Pro besteht hingegen kein Risiko der Ausgasung. Auch Osmocote Exact Tabs haben sich in den Sommermonaten bewährt.

 

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