Wenn Kunden zu Produkt(mit)entwicklern werden

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Wenn Kunden zu Produkt(mit)entwicklern werden

Am Anfang der Entwicklung des neuen Düngekonzeptes „Osmocote PrePlant“ standen drei Wünsche einer Gruppe Produzenten von Baumschulgehölzen aus den Niederlanden:

  1. Arbeitsgänge einsparen:

Aufgrund der sich auch in den Niederlanden verschärfenden Arbeitsmarktsituation wuchs der Wunsch, Arbeitsprozesse mit möglichst geringer „Manpower“ abwickeln zu können. Zwei bis vier Düngevorgänge sollten auf eine einmalige Applikation reduziert werden, um schließlich Maschinen- und Personalkosten zu reduzieren.

  1. Geringere Düngermenge pro Hektar:

Die gegenüber Deutschland deutlich schärferen Auflagen beim Einsatz von Düngemitteln in den Niederlanden fordern sehr effiziente Düngetechniken bei Baumschulkulturen im Freiland. Die Düngermenge pro Hektar – ohne Qualitäts- oder Ertragseinbußen – zu reduzieren, ist zudem ein stets wichtiger werdender Faktor in Sachen Nachhaltigkeit.

  1. Bessere Pflanzenqualität:

Mittels optimierter und sicherer Nährstoffversorgung über einen langanhaltenden Zeitraum sollten beste Kulturergebnisse erzielt werden. Die Direktversorgung der zu kultivierenden Pflanzen über möglichst zwei Vegetationsperioden sollte dabei Nährstoffverlusten in die Umgebung (wie z.B. beim Einsatz von Streudüngern) gegenüberstehen.

 

Aus diesen drei Wünschen erarbeitete eine Arbeitsgruppe aus Baumschulunternehmern, die Produktentwicklung von ICL sowie einem Maschinenhersteller das neue Düngekonzept mit dem Ergebnis:

Eine langfristige Bevorratung von Freilandgehölzen mit einem sicheren, vollumhüllten Dauerdünger und einer Wirkungsdauer von bis zu zwei Vegetationsperioden zur Produktion höchstmöglicher Vermarktungsqualität ist möglich.

  Photinia fraseri „Little Red Robin“ Herbstpflanzung im Testbetrieb (NL)

 

Bereits 2015 wurden die ersten Versuche mit einem PrePlant-Prototyp angelegt. Ergebnisse eines Versuches mit der Pflanze Photinia fraseri ‘Little Red Robin’ (Herbstpflanzung) erwiesen sich als vielversprechend.

Bei diesem Praxisversuch erzielte eine Dosierung von 40 g Osmocote PrePlant pro Pflanze die besten Resultate.

Als großen Vorteil der Kombination von Dünger-Applikation zusammen mit der Herbstpflanzung erwies sich die sofortige Nährstoffversorgung der Pflanzen bei zunehmenden Bodentemperaturen nach dem Winter. Derart optimal versorgte Kulturen haben einen deutlichen Vorteil gegenüber Pflanzen, die mit konventionellen Streudüngern gedüngt werden.

Die Platzierung von Osmocote PrePlant direkt unterhalb der Pflanzen reduzierte zudem die Auswaschungsgefahr erheblich, was gerade bei leichten Böden ausschlaggebend ist. Gegenüber der Reihendüngung mit Streudüngern lässt Pflanzlochapplikation einen geringeren Beikraut-Aufwuchs erwarten, da in der oberen Bodenschicht kaum Nährstoffe nachgeliefert werden.

Alles in allem verspricht dieses neue Düngekonzept große Vorteile für Produzenten von Freilandgehölzen. Allgemeine Düngeempfehlungen für Osmocote PrePlant finden Sie hier!

 

Anwendungsempfehlungen:

  • Herbstapplikation bringt höchste Effizienz
  • Osmocote PrePlant in unmittelbarer Wurzelnähe applizieren
  • Dosierung abhängig von der Kultur (Art/Sorte), der Anzahl Pflanzen pro ha und der Größe und Alter des Pflanzenmaterials