Aufklärung über ausgewogene Pflanzenernährung in Tansania

27 Mai 2021
  • Whastsapp

Aufklärung über ausgewogene Ernährung in Tansania

Im Jahr 2018 hat sich ICL dem von USAID finanzierten Projekt "Feed the Future" angeschlossen, um die Entwicklung der Landwirtschaft in Tansania zu unterstützen. Die Feed the Future-Initiative zielt darauf ab, die Ernährungssicherheit zu verbessern, indem die landwirtschaftliche Produktivität nachhaltig gesteigert und erhalten wird. Durch Schulungen und Trainings, sowohl von USAID als auch von ICL, wurden tansanische Landwirte über neue Technologien und Praktiken informiert, um die Pflanzenproduktion effizienter und nachhaltiger zu steigern, was zu höheren Ernteerträgen von 30-50% führte.

ICL schulte 4500 Landwirte und 70 Agro-Händler im ausgewogenen und präzisen Einsatz von Düngemitteln. Die Versuchsreihen mit Kartoffeln, Zwiebeln, Paprika und Tomaten zeigten, dass der Einsatz von Agromaster, Nutrivant und/oder Polysulfat zu einer Ertragssteigerung von 30-50% führte, je nach Kultur. Dies führte zu einer erheblichen Produktions- und Einkommenssteigerung für die Landwirte vor Ort.

"Die größte Herausforderung für die Bauern in Tansania ist der Mangel an Informationen. Feed the Future ermöglicht den Zugang zu Bildung und ist ein Ausgangspunkt für die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden."

Thomas Kimani, Projektkoordinator bei ICL, war eng in das Feed the Future-Projekt eingebunden, koordinierte und leitete Schulungen an 50 Standorten und erreichte dabei Bauern in den ländlichsten Teilen Tansanias. Thomas ist ausgebildeter Landwirt mit 25 Jahren Berufserfahrung im Feld. Thomas: "Die Bauern hier sind fleißig. Sie sind aufgeschlossen, aber sie haben die Dinge seit Generationen auf eine bestimmte Art und Weise gemacht, ohne mit neuen Technologien in Berührung zu kommen. Deshalb ist die größte Herausforderung für die Bauern in Tansania der Mangel an Informationen. Feed the Future ermöglicht den Zugang zu Bildung und ist ein Ausgangspunkt für die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden und stärkt damit die wirtschaftliche Position der lokalen Bauern."

Training und Schulungen

Die USAID-Schulungstage deckten im Allgemeinen alle Aspekte der Landwirtschaft ab: von Düngemitteln, Pflanzenschutz und Saatgut bis hin zu Technologien für den Gewächshausanbau und Finanzinstitutionen. Die ICL-Schulungen hingegen konzentrierten sich ganz auf eine ausgewogene Ernährung. An 50 Standorten wurden Versuchsreihen in den Kulturen Kartoffel, Zwiebel, Paprika und Tomate organisiert. An diesen Standorten gab es drei Schulungstage: bei der Etablierung der Pflanzen, beim Wachstum der Pflanzen und bei der Ernte. Thomas: "Wir hatten auch viele informelle Momente zwischendurch, wenn wir den Standort besuchten. Es war nie geplant, aber die Bauern, die in der Nähe waren, kamen, um Beobachtungen zu machen und Fragen zu stellen."

"Die Schulungen haben den Teilnehmern wirklich geholfen, ein Verständnis dafür zu bekommen, wie man effizienter und mit besseren Ergebnissen arbeiten kann."

 

In jeder Schulungen wurde die Praxis der Landwirte (mit konventionellen Düngemitteln wie DAP und UREA) mit der ICL-Praxis verglichen, bei der Agromaster, Nutrivant und Polysulfat ausgebracht wurden. Thomas: "Die Landwirte verwenden normalerweise konventionelle Düngemittel ohne jegliche Bodenanalyse oder wissenschaftlichen Hintergrund. Es ist einfach das, was sie schon immer getan haben. Die Schulungen haben den Teilnehmern wirklich geholfen, ein Verständnis dafür zu bekommen, wie sie effizienter und mit besseren Ergebnissen Landwirtschaft betreiben können."

 

Abbildung 1: Ergebnisse der ICL-Praxis im Vergleich zur konventionellen Praxis.

 

Am Ende der Schulungen, während der Ernte, waren die Ergebnisse der ICL-Praxis unbestreitbar. Die Teilnehmer beobachteten eine 36-prozentige Ertragssteigerung bei Zwiebeln, eine 34-prozentige Steigerung bei Tomaten, eine 53-prozentige Steigerung bei Paprika und eine erstaunliche 57-prozentige Ertragssteigerung bei Kartoffeln.

 

Erfahrungen eines Landwirts: Hussein Sagamiko kommt aus Ruaha Mbuyuni, Tansania, und hat gute Erfahrungen mit Agromaster und Nutrivant in seinem Zwiebelanbau gemacht. Hussein: "Jetzt zu wissen, wie sich eine ausgewogene Nährstoffversorgung auf die Qualität meiner Zwiebeln auswirkt, das ist die beste Erfahrung."

Neue Technologien anwenden

Die Schulungs-Teilnehmer haben nun neue verfügbare Düngetechnologien kennengelernt und gesehen, welchen Unterschied eine ausgewogene Nährstoffversorgung in Bezug auf die Ertragssteigerung haben kann. Thomas: "Die Teilnahme von ICL an Feed the Future war ein großer Erfolg. Einige der Teilnehmer begannen sofort mit der Anpassung der neuen Methoden, während andere etwas mehr Zeit brauchten, zum Beispiel aus finanziellen Gründen. Die meisten Teilnehmer bevorzugten Nutrivant, weil es innerhalb von 7-10 Tagen Ergebnisse liefert und weil es in Ein-Kilo-Säcken erhältlich ist, was die Investition erleichtert. Auch Agromaster wurde recht schnell angenommen, vor allem von den größeren Landwirten, die mehr investieren können. Agromaster ist in der Anfangsphase teurer als herkömmliche Düngemittel, aber am Ende erhält man bessere Ergebnisse und höhere Erträge und Einkommen."

 

Die Erfahrung eines Landwirts: Atupele Kyando aus Ntokela, Tansania, baut Kartoffeln an und hat Agromaster und Nutrivant im Rahmen des Feldversuchs eingesetzt. Atupele: "Die Rolle einer ausgewogenen Nährstoffversorgung für die Steigerung des Kartoffelertrags ist die Erfahrung, die mir am meisten weiter hilft."

 

Die Erfahrung eines Landwirts: Kilembe Huruma, ein Bauer aus Jagulutu, Tansania, baut Tomaten an und hat dank Agromaster und Nutrivant eine Ertragssteigerung festgestellt. Dieser Schulungs-Erfahrung ist für ihn wichtig. Kilembe: "Neue Produkte kennen zu lernen, die zu einer höheren Produktivität pro Flächeneinheit führten, das ist für mich die beste Erfahrung."