Neues Stauchemittel für den Zierpflanzenbau

22 November 2018
  • Whastsapp

Der aus der erfolgreichen Sport- und Golfrasenpflege bekannte Wachstumsregulator Primo Maxx® II ist nun in Deutschland ebenfalls für den Einsatz im Zierpflanzenbau zugelassen.

Die Gibberellin-Biosynthese von Zierpflanzen wird durch Primo Maxx II gehemmt. Hierzu wird der Wirkstoff Trinexapac schnell über die grünen Pflanzenteile in die Pflanze aufgenommen und in das meristematisch aktive Gewebe transportiert. Dort setzt die wachstumsregulierende Wirkung mit der Hemmung des Längenwachstums ein, Verzweigung und Wurzelbildung werden gefördert. Die Wirkung ist dabei nicht temperaturabhängig, weshalb eine Applikation zwischen 10-25°C problemlos möglich ist.

Eine gute Wirkung des Mittels konnte in Petunien, Osteospermum, Scaevola, Verbena, Topfnelken, Calibrachoa, Agyranthemum, Zinnia und Euphorbia hypericifolia erzielt werden. Geringe bis keine Wirkung ist bei Nemesia-Hybriden, Diasca-Hybriden, Plectranthus und Viola Wittrockiana–Hybriden zu erwarten. Dagegen ist die Anwendung in Poinsettien und Angelonien nicht zu empfehlen, in Verbenen sollten empfindliche Sorten zuvor getestet werden. Blütenentfärbungen können bei blau- und rotblühenden Sorten auftreten, wenn Primo Maxx II zu spät – also nach der Blütenbildung (BBCH 39) - eingesetzt wird.

Die Zulassungssituation erlaubt maximal zwei Anwendungen mit 2,4 l/ha im Abstand von 7-10 Tagen. Um schnelle Hemmeffekte zu erzielen ist die maximale Aufwandmenge (2,4 l/ha, 0,24% bei 100 ml/m² Wasser) notwendig. Je nach Kultur können aber auch geringere Aufwandmengen mit kürzeren Intervallen zu besseren Hemmeffekten führen.

Primo Maxx® II kann im Zierpflanzenbau sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland eingesetzt werden, wird von der Firma ICL vertrieben und ist im Markt verfügbar.

Downloaden Sie die Produktinformationen für den Einsatz im Zierpflanzenbau als PDF-Dokument: